In der lokalen Presse (Prignitzer) fand sich über das Schützenfest des

Schützenverein Boberow 1990 e.V.

folgender Bericht:

Boberow Es bleibt spannend bis zur Proklamation. Erst eine halbe Stunde zuvor schießt das noch amtierende Schützenkönigspaar - übri- : gens. mit Sonja und Marco Mackel erstmals in der Vereinsgeschichte Mutter und Sohn - die neuen Repräsentanten aus.

Sieben Männer und drei Frauen haben sich dieses Mal um die Königsehren beworben und Tage zuvor je fünf Schuss auf die Scheibe abgegeben. Die Treffer von Schatzmeisterin Bianca Altenburg und Vereinsvorsitzenden Mathias Kuhrmann liegen am Ende denen der Mackel-Königsfämilie am nächsten. Glückwunsch von den Schützenschwestern und -brüdern und natürlich den Gastgilden, Zünften und Vereinen. Der Donner aus vier Kanonenrohren befreundeter Vereine bildete den akustischen Schlussakkord der festlichen Proklamation.

Eine goldene Kanonenkugel überreichte Sonja Mackel zuvor Kanonier Wilhelm Barow. Vor 20 Jahren weihte der Wittenberger Schützenbruder seine „Wilhelmine“ in Boberow ein. Sonja Mackel war auch damals die Boberower Schützenkönigin.

Seit 1990 gibt es den Schützenverein in dem kleinen Dorf im Westen der Gemeinde Karstädt. Einst hervoigegangen aus der GST zählt er heute 49 Mitglieder. „Wir sind ein kleiner aber relativ junger Verein, die Hälfte ist zwischen 40 und 45 Jahre alt“, konstatiert nicht ohne Stolz Mathias Kuhrmann. Dennoch schaue man schon, dass immer wieder Jugend dazu stoße. „Zwei neue Aufhahmeanträge habe ich bereits wieder.“

Das jährliche Schützenfest ist natürlich der Höhepunkt.

Das ganze Dorf backt dafür Kuchen und der Vereinsvorsitzende nutzt die Gelegenheit, öffentlich Dankeschön zu sagen. Ein solches gehe auch an die Dorfwehr und die Kameraden aus Mankmuß, die das Fest seit Jahren absichem.

Ein weiteres Event im Vereinsleben sei der Königsball im Februar. Unter den Vereinen und vor allem auch in Regie des Prignitzer Schützenbundes habe man die Termine miteinander abgestimmt, „denn jeder möchte schließlich Publikum und Gäste aus den anderen Schützenvereinen haben“, ergänzt Mathias Kuhrmann.

Gestartet wird in die jeweils neue Saison aber bereits mit dem Neujahrsschießen. „Das ist zugleich auch der Auftakt für unsere jährliche Vereinsmeisterschaft“, ergänzt der nun amtierende Schützenkönig. Himmelfahrt oder der 3. Oktober sind dann weitere Termine, die auch für die Meisterschaft zählen.

Unabhängig davon sei der Schießstand jeden Sonntag von 10 bis 12 Uhr besetzt, kann hier auf die Scheiben angelegt werden. „Auch Gastschützen können das Angebot natürlich nutzen“, fügt der Vereinsvorsitzende an. Er verhehlt aber auch nicht, dass es nicht leicht sei für so einen kleinen Verein, all das zu stemmen, was an finanziellen Verbindlichkeiten zu leisten ist. „Ein generelles Problem, das alle Vereine tangiert.“ Insofern wünsche man sich schon etwas mehr Unterstützung seitens der öffentlichen Hand. „Unser Vorteil ist, dass das Vereinsgelände uns gehört. Dafür haben unsere Altvorderen gesorgt, dafür sind wir ihnen heute überaus denkbar", unterstreicht Mathias Kuhrmann.

   
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