Satzung des Prignitzer Schützenbundes e.V.

 

§ 1 – Begriff, Name, Sitz

Der Prignitzer Schützenbund e. V. (im folgenden PSB genannt) ist die auf freiwilliger Grundlage beruhende, gemeinnützige Vereinigung aller Sportschießvereine und -Abteilungen des Kreises Prignitz. Der PSB hat seinen Sitz in Wittenberge und ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Perleberg unter lfd. Nr. VR2141NP eingetragen.

 

§ 2 – Zweck und Aufgabe

  1. Zweck des PSB ist die Betreuung seiner Mitglieder und die Vertretung der gemeinsamen Interessen.
  2. Der PSB wird ehrenamtlich geführt.
  3. Seine Aufgaben sind insbesondere:
    1. 3.1 Wahrung und Verwirklichung der humanistischen, sozialen, kulturellen und ökologischen Interessen der Mitglieder
    2. 3.2 Pflege und Förderung des Sportschießens, der Schützentradition, der Gesundheit und Lebensfreude in allen Altersbereichen
    3. 3.3 Förderung und Entwicklung der sportlichen und allgemeinen Jugendarbeit
    4. 3.4 Durchführung von Kreismeisterschaften, Kinder- und Jugendspielen und anderer Schießsportveranstaltungen
    5. 3.5 Organisation und Durchführung des Wettkampfbetriebes im Kreis
    6. 3.6 Aufstellungen der Ranglisten auf Kreisebene
    7. 3.7 Durchsetzung der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes e. V. und ihre Einhaltung im Bereich des PSB
    8. 3.8 Wahrungen sportlicher Disziplin und Fairness innerhalb des PSB
    9. 3.9 Unterstützungen der Aus- und Fortbildung von Sachkundigen, Schießleitern, Schießsportleitern, Übungsleitern und Schiedsrichtern
  4. Zur Durchführung dieser Aufgaben und zur Deckung der Kosten haben die angeschlossenen Vereine und Abteilungen an den PSB Beiträge zu entrichten, deren Höhe und Fälligkeit von der jährlichen Mitgliederversammlung beschlossen wird.
  5. Der PSB ist parteipolitisch neutral. Er vertritt den Grundsatz religiöser, rassischer und weltanschaulicher Toleranz.

§ 3 – Gemeinnützigkeit

Der PSB vertritt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabeordnung.
Der PSB ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden.
Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus dem Verein. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 – Mitgliedschaft in anderen Organisationen

Der PSB ist Mitglied im Kreissportbund Prignitz e. V. und im Brandenburgischen Schützenbund e. V.

§ 5 – Erwerb der Mitgliedschaft

  1. Mitglieder des PSB können alle Sportvereine werden, die die im § 2 genannten Zwecke und Aufgaben verfolgen.
    Die Mitgliedschaft muss der Allgemeinheit zugänglich sein und darf nicht mit beruflichen, politischen oder religiösen Voraussetzungen verbunden sein.
  2. Jede natürliche und juristische Person kann förderndes Mitglied des PSB werden.
    Fördernde Mitglieder zahlen einen jährlichen Förderbetrag. Über Aufnahme und Mindesthöhe des Förderbeitrages entscheidet die Mitgliederversammlung.

§ 6 – Aufnahme

  1. Die Aufnahme erfolgt durch formlosen Antrag an den Vorstand es PSB.
    Dem Antrag sind beizufügen:
    • - Satzung des Sportvereins
    • - Auszug aus dem Vereinsregister über die Eintragung
    • - Bestätigung des Finanzamtes über die Gemeinnützigkeit
    • - namentliche Aufstellung des Vorstandes des Vereins bzw. der Abteilung
    • - Bestandsmeldung über Anzahl der Mitglieder
  2. Die Aufnahmebestätigung erfolgt durch die Mitgliederversammlung.

§ 7 – Erlöschen der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft im PSB erlischt durch:

  1. Schriftliche Austrittserklärung unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 3 Monaten, jeweils zum Schluss des Kalenderjahres.
  2. Auflösung (bzw. durch Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke (Verlust der Gemeinnützigkeit) des Sportvereins.
  3. Beschluss der Mitgliederversammlung mit 2/3 Mehrheit. Dem Betroffenen steht das Recht auf Berufung zu. Durch Erlöschen der Mitgliedschaft bleiben entstandene Verbindlichkeiten gegenüber dem PSB unberührt.

§ 8 – Ausschließungsgründe

Der Ausschluss kann nur in den nachstehend genannten Fällen erfolgen:

  1. Grober Verstoß gegen die Interessen des PSB.
  2. Wenn das Mitglied dem PSB gegenüber mit mehr als einem Jahresbeitrag im Rückstand und zweimal vergeblich gemahnt worden ist, mit einer Fristsetzung von jeweils 4 Wochen
  3. Wenn das Mitglied des Grundsätzen der vorliegenden Satzung zuwider handelt.
  4. Der Ausschluss ist durch die Mitgliederversammlung zu bestätigen.
    Vor dem Ausschluss ist dem Betroffenen Gelegenheit zur Rechtfertigung zu geben.

§ 9 – Grundsätze

Der PSB finanziert sich durch:

  1. Beiträge der Mitglieder, entsprechend der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.
  2. Zuwendungen des Landessportverbandes
  3. Zuschüsse des Landkreises
  4. Einnahmen aus Spenden, Sammlungen, Stiftungen und Publikationen
  5. Einnahmen aus Sportveranstaltungen und Dienstleistungen
  6. Im PSB gilt der Grundsatz der eigenverantwortlichen Verwendung der finanziellen und materiellen Mittel.

§ 10 – Die Mitgliederversammlung – Zusammensetzung, Zuständigkeit und Stimmrecht

Aufgabe der Mitgliederversammlung ist es, über grundsätzliche Fragen und Angelegenheiten des Sports zu beraten und zu beschließen und den Vorstand und die Kassenprüfer zu wählten.
Die den Vereinen in Angelegenheiten des PSB satzungsgemäß zustehenden Rechte werden auf der Mitgliederversammlung als oberstes Organ des PSB, durch Beschlussfassung der anwesenden, stimmberechtigen Mitglieder und Delegierten wahrgenommen.
Die Mitgliederversammlung setzt sich wie folgt zusammen:

  1. Der Vorstand,
  2. Delegierte der Sportvereine,

    Die Teilnehmer der Mitgliederversammlung haben eine nicht übertragbare Stimme.

    Die Zahl der Delegierten berechnet sich wie folgt:

    - Vereine bis 50 Mitglieder 1 Delegierter
    - Vereine bis 100 Mitglieder 2 Delegierte
    - Vereine über 100 Mitglieder 3 Delegierte

    Maßgebend für die Berechnung der Anzahl der Delegierten ist die letzte, jeweils vor der Mitgliederversammlung liegende statistische Erhebung.

§ 11 – Zusammentreten und Fristen

Die ordentliche Mitgliederversammlung findet einmal im Jahr statt.

Einladungen zu den Mitgliederversammlungen erfolgen durch den Vorstand, schriftlich mit Bekanntgabe der vorläufigen Tagesordnung (1 Monat vor dem Termin).

Die ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden stimmberechtigten Teilnehmer beschlussfähig.

Über Beschlüsse der Mitgliederversammlung und die Ergebnisse der Wahlen ist ein Protokoll anzufertigen. Das Protokoll ist vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer, der von der Versammlung zu Beginn zu bestimmen ist, zu unterzeichnen.
Anträge müssen mindestens drei Wochen zuvor dem Vorstand schriftlich eingereicht werden.
Anträge auf Satzungsänderungen müssen spätestens zwei Wochen vor der Beschlussfassung durch ergänzendes Rundschreiben bekanntgegeben werden.
Dringlichkeitsanträge zur Tagesordnung sind zur zugelassen, wenn 2/3 der Anwesenden die Dringlichkeit befürworten.
Dringlichkeitsanträge zur Satzungsänderung sind unzulässig.

Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind vom Vorstand nach den für ordentliche Mitgliederversammlungen geltenden Bestimmungen einzuberufen, wenn:

  1. der Vorstand es für erforderlich hält;
  2. ein Drittel der Mitglieder es schriftlich beim Vorstand beantragen

Die Einladung erfolgt innerhalb einer Frist von 4 Wochen mit Bekanntgabe des zu behandelnden Gegenstandes.

§ 12 – Zusammensetzung des Vorstandes

  1. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
    dem/der Kreisschützenmeister/in
    dem/der Stellv. Kreisschützenmeister/in
    dem/der Schießwart/in
    dem/der Kreisdamenleiter/in
    dem/der Schatzmeister/in

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von 3 Jahren gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Scheidet ein Mitglied im Laufe der 3 Jahre aus, so benennt der Vorstand kommissarisch einen Vertreter bis zur nächsten Mitgliederversammlung.

Die Vertretung erfolgt durch zwei der vorstehend genannten Vorstandsmitglieder.

§ 13 – Rechte und Pflichten des Vorstandes

Der Vorstand führt die Geschäfte des PSB nach den Bestimmungen der Satzung und den Beschlüssen der Mitgliederversammlungen.
Er nimmt die Vertretung des PSB nach § 26 BGB wahr.
Der Vorstand erstattet der Mitgliederversammlungen Bericht und legt die Haushaltpläne vor.

§ 14 – Kassenprüfer

Von der Mitgliederversammlung wird mindestens ein Kassenprüfer für Jahre gewählt.
Eine Wiederwahl ist möglich. Mitglieder des Vorstandes dürfen nicht gewählt werden.
Kassenprüfer sind ein unabhängiges Kontrollorgan. Sie sollen die ordnungsgemäße Buchführung des Vereins prüfen und der Mitgliederversammlung einen schriftlichen Bericht vorlegen. Dafür benötigte Unterlagen können eingesehen werden.
Die Prüfung muss mindestens einmal innerhalb des Geschäftsjahres durchgeführt werden.

§ 15 – Beschlüsse

  1. Beschlüsse im PSB werden, soweit in der Satzung nicht anders beschlossen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Stimmenenthaltungen und ungültige Stimmen werden nicht mitgezählt. Stimmengleichheit bedeutet Ablehnung. Wird ein Antrag auf geheime Wahl gestellt, ist durch Stimmzettel abzustimmen.

§ 16 – Vermögensansprüche

Ausgeschiedenen und ausgeschlossenen Mitgliedern steht kein Anspruch auf das Vermögen des PSB zu.

§ 17 – Auflösung

  1. Die Auflösung des PSB kann nur auf einer besonders einberufenen Mitgliederversammlung mit Zweidrittelmehrheit beschlossen werden.
  2. Bei Auflösung des PSB oder bei Wegfall der steuerbegünstigenden Zwecke fällt das Vermögen des PSB, nach Erfüllung aller Verbindlichkeiten, an den Landkreis Prignitz.
    Der Landkreis Prignitz hat es ausschließlich für gemeinnützige Zwecke der Schießsportförderung, im Sinne § 17 Abs. 3 Ziffer 1 des Steueranpassungsgesetzes, zu verwenden. Als Liquidatoren werden die z. Z. tätigen Vorstandsmitglieder bestellt.

§ 18 – Inkrafttreten

Diese Satzung tritt nach Beschlussfassung durch Gründungsversammlung des PSB am 11.12.1997 mit Änderung vom 22.03.2002 in Kraft.

   
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